Korrekturmaßnahme
Eine Korrekturmaßnahme ist eine gezielte Handlung, um die Ursache einer festgestellten Nichtkonformität oder eines Fehlers dauerhaft zu beseitigen. Sie ist ein zentrales Element des Qualitätsmanagements und stellt sicher, dass Fehler nicht erneut auftreten.
Im Gegensatz zur reinen Fehlerkorrektur geht eine Korrekturmaßnahme der Ursache auf den Grund. Dazu werden Methoden wie die 5-Why-Analyse, Ishikawa-Diagramme oder Root Cause Analysis verwendet. Ziel ist eine nachhaltige Problemlösung im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung (KVP).
Ziele und Nutzen
- Beseitigung von Fehlerursachen
- Vermeidung wiederkehrender Probleme
- Verbesserung der Prozessqualität
- Erfüllung von Normanforderungen
- Erhöhung der Kundenzufriedenheit
Grundprinzipien oder Bestandteile
- Fehleridentifikation und Ursachenanalyse
- Festlegung und Umsetzung der Maßnahme
- Wirksamkeitsprüfung
- Dokumentation im QMS
- Nachverfolgung durch Audit oder Review
Normative Grundlagen
- ISO 9001:2015, Abschnitt 10.2 – Behandlung von Nichtkonformitäten
- IATF 16949 – fordert dokumentierte Korrekturmaßnahmenprozesse
Bedeutung für Unternehmen
Korrekturmaßnahmen sind essenziell, um Qualitätsprobleme nachhaltig zu beseitigen. Sie fördern Lernprozesse und sichern langfristige Stabilität. Unternehmen profitieren von geringeren Fehlerkosten und höherer Effizienz, wenn sie Ursachen statt Symptome bekämpfen.
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